Bierbrauergrab in Luxor entdeckt (2014)

Bierbrauergrab in Luxor entdeckt (2014)

Vor knapp einem Jahr, 2014, ging eine Fundmeldung durch die Medien:

„Ancient Egyptian brewer’s tomb found in Luxor“.

„A Japanese mission from Institute of Egyptology, Waseda University under the direction of Prof. Jiro Kondo discovered a new private tomb at el-Khokha area in the Theban necropolis on the west bank of Luxor. The tomb is beautifully decorated in a good condition of preservation and probably dates to the Ramesside period on stylistic ground. The owner of the tomb is Khonsuemheb (xnsw-m-Hb) who was „the chief of the workshop for Mut (Hry Sna n mwt)“ as well as „the chief brewer of the temple of Mut (Hry atxw n pr-mwt)“. His wife is Mutemheb (mwt-m-Hb) and has title: „the singer of Mut (Smayt nt mwt)“. Their daughter is called Isetkha (Ast-xa) who is also a „singer of Mut (Smayt nt mwt) „. (..)“

Das spanennde für mich ist hier, dass das Grab zum Einen tatsächlich einem Brauer gehört, und zum Anderen, dass Bierbrauszenen darin abgebildet sind. Bislang sind solche Szenen im Neuen Reich nur noch sehr spärlich zu finden, mir selbst sind nur 5-6 Darstellungen bekannt.

Hier findet ihr z.B. kleinere Artikel zum Grab:

http://www.bbc.com/news/world-middle-east-25593526

http://news.nationalgeographic.com/news/2014/01/140103-egyptian-tomb-discovery-brewer/

Leider gibts ein noch kein vollständiges Bild mit der Brauerszene, das einzige mir bekannte Foto zeigt die Wand, als sie noch zum Großteil mit Schutt bedekt ist.

Sobald das Grab aufgearbeitet und publiziert ist, werde ich mich wieder melden.

Bierbrauen im Grab des Ti – Neu

Bierbrauen im Grab des Ti – Neu

Liebe Leser,

seit kurzem ist eine Beschreibung der Malereien aus dem Grab des Ti online.

Diese ist „typisch ägyptologisch“ verfasst, mit Fußnoten und sogenannter altägyptischer Transliteration. Doch auch ohne Hieroglyphenkentnisse darf man die Beschreibung gerne duchlesen.

Ihr findet sie hier oder noch einmal direkt im nächsten Absatz. Viel Spaß!

Die Darstellungen des Bierbrauen im Grab des Ti, einem Beamten aus der Pyramidenzeit, sind die bekanntesten Malereien zu diesem Sujet.

Informationen zum Grab findet man (auf englisch und französisch) hier:

Beschreibung der kompletten Grabanlange

Im folgenden sollen die Darstellungen der kompletten Wand, in der die Brauszenen mit eingebunden sind, beschrieben werden.

(Bilder aus: Wreszinski, Atlas der ägyptischen Kultut 1913)

Die Grabwand des Tj darf mit Abstand als das meist zitierteste Werk über die Bierherstellung gelten. Exemplarisch für die „Zauberbilder“ bespricht Helck in seinem Standardwerk über das Bier im alten Ägypten die 20 Einzelszenen bzw. Arbeitsschritte.[1] Zu beachten ist dabei, dass Helck nicht die tatsächliche Anordnung der Szenen bespricht, sondern die einzelnen Register nach seiner Vorstellung des Ablaufes anordnet. Im

Folgenden sollen die Szenen, die sich in Raum 5 an der Westwand befinden, in ihrer realen Anordnung in sieben Registern wiedergegeben werden.[2]

Wer nicht so viel lesen möchte, der sollte direkt zur Beschreibung des 2. Register im nächsten Absatz springen.
Die Darstellung beginnt im ersten Register, d.h. in der obersten Zeile, mit den Szenen einer Töpferei. Krüge werden im geheizten Ofen gebrannt, auf der Scheibe geformt, sowie auch manuell geformt (qd) und geglättet (abb). Dargestellt sind unterschiedliche Keramikgefäße. Links werden bauchige, kleine Bottiche und winzige Töpfe gefertigt, rechts Bierkrüge. Die Krüge rechts werden hierbei auch explizit als Dwjw -Krüge bezeichnet.[3]

 Im zweiten Register beginnt der Brauvorgang. Links stehen zwei Arbeiter vor einem mit einem großen Sieb abgedeckten Topf, die Inschrift nennt die Szene simpel jtx, „brauen bzw. durchseihen; auspressen“.[4] Der rechte der beiden Arbeiter schüttet eine Flüssigkeit (sgnn) in den Bierbottich, was als s(j)t.t sgnn bezeichnet wird. Da diese „sgnn -Ingredienz“ nicht erklärt werden kann, soll sie vorerst unübersetzt gelassen werden.[5] Ein Schreiber des Wirtschaftshauses (sS pr Sna) überprüft den nächsten Vorgang, darauf erfolgt ein erneutes Durchseihen (atx) durch zwei Männer. Abschließend wird die Vorbereitung der Bierkrüge für das Abfüllen gezeigt: im unteren Halbregister schmiert ein Arbeiter die Krüge aus, danach wird das Bier hinein gefüllt (mH Dwjw) und die Krüge werden mit einer hohen Tonkappe verschlossen (agj.t Dwjw). Im oberen Halbregister verschmiert und versiegelt (amj) ein letzter Arbeiter schließlich die Bierkrüge.

Im dritten Register beginnen Darstellungen, die wohl der Bäckerei zuzuordnen sind.
Am rechten Bildrand wird Getreide entnommen, jedoch handelt es sich dieses Mal um Weizen (genauer: Emmer, swt) aus einem großen, liegenden Tongefäß. Das dazugehörige verb […]o ist nicht mehr erhalten. Wild interpretiert diese Szene, in dem er deutet, dass sw.t hier befeuchtet wird.[6] Mit dieser Interpretation wäre dann eine mögliche Art des Mälzens in einem großen Gefäß, welches höher gelagert ist, dargestellt.
Interessant ist die darunter liegende Szene, die einen Arbeiter zeigt, welcher kniend etwas auf einem kleinen Podest formt oder zerreibt. Über ihm ist ebenfalls ein seitlich liegender Krug abgebildet. Die zerstörte Inschrift lässt noch T[…]s wDA.t erkennen. Leider ist wDA.t nicht gesichert gedeutet, es handelt sich dabei wohl um eine grüne Frucht oder ein Gemüse[7], möglicherweise aber auch um einen frischen Brei oder Teig.[8]
Für eine Interpretation als Getreide spricht sich Wild aus, der die Beischrift als t wAD liest und vorschlägt, in diesem „grünen Brot“ das Malz aus dem Topf darüber zu sehen.[9] Fraglich bleibt hier jedoch, was er mit den nicht gelesenen Hieroglyphen T, s und t macht.  Der TLA schlägt eine Lesung als tjSs wDA.t als „Das Zerquetschen der Wadjet-Frucht oder Grünzeugs“ vor.[10] Ob das oben genannte wDA.t oder t wAD zur Brot- oder Bierbereitung gehört, ist nicht mehr sicher nachzuvollziehen.[11]            Anhand der Darstellung auf einem 2011 aufgenommenen Privatfoto scheint es sich jedoch um eine weiße, teigartige, homogen-flüßige Masse zu handeln und nicht um Getreide oder Gemüse. Da die gesamte Szene in einem Bäckereikontext (sTt-Teig; psn-Fladen) eingeordnet ist, möchte ich sie der Brot(teig)zubereitung zuordnen. Im Grab des Khentika findet sich die gleiche Szene bei der psn-Produktion. Neben dem Arbeiter am Arbeitsbrett ist eine weitere Person mit dem Kneten und Formen von psn-Fladen beschäftigt (sor psn). Über ihm befindet sich ein Regal mit verschiedenen Brotlaiben. Die fertigen Brotlaibe werden von einem Träger zur nächsten Arbeitsstelle gebracht, wo sie eingeweicht (dnj.t) werden. Dieser Arbeitsschritt wird an einem Bottich mit Sieb ausgeführt, welches aber erheblich kleiner als das Korbsieb des Braubottiches ist. Diese Szene ist sehr wichtig, da sie zeigt, dass der Mann am Bottich keineswegs nur in der Brauerei zu finden ist, sondern auch bei der Herstellung dieses Teiges als Ikon auftritt. Nach diesem Vorgang entsteht ein SD.t-Teig, der vom nächsten Arbeiter mit Hilfe kleiner Schöpfbecher in sTt-Backformen gegossen wird (wdH SD.t). Abschließend werden die gefüllten Backformen gestapelt und erhitzt (orr sTt).

Die Darstellung im vierten Register gehört zur Getreideverarbeitung und beginnt mit der Entnahme von bSA-Getreide aus einem Silo, welches nebenan abgemessen wird (hAt bSA). Darauf folgt die Weiterverarbeitung des Getreides, Mahlen (tiSs) und Sieben (no(r)) durch mehrere Arbeiter. Am rechten Bildrand, in der größten Einzelszene, zerstoßen zwei Personen mit langen Stößeln das Getreide nochmals in einem Mörser (sxm).

Unter der Aufsicht eines Imi-rA-pr-Sna, der die gesamte Bildmitte zentral einnimmt, wird im fünften Register gearbeitet. Die ihn in je 2 Halbregistern umgebenden Arbeiter üben zwei unterschiedliche Tätigkeiten aus. Zehn Arbeiter knien über einem Mörser und zerreiben das Getreide zu Mehl, dieses wird danach von sechs Arbeitern feingesiebt. Vier von diesen Arbeitern sind auch durch die Beischrift sAj d(w)Dw, dem Sieben von Mehl, deutlich mit ihrer Arbeitstätigkeit benannt. Bei den beiden Arbeitern am rechten Bildrand fehlt der Mehlschleier

Im sechsten Register befinden wir uns wieder inmitten einer Bäckerei.
Am rechten und linken Bildrand ist das erhitzen (qrr) und auseinandernehmen (wpj) von bDA-Backformen dargestellt. Ergänzend wird in den beiden Halbregistern in der Mitte die Herstellung von Brotteig gezeigt. Dort wird links unten der Sdt-Rührteig zubereitet. Der flüssige Teig wird in einem Bottich mit den Händen geknetet und mit Hilfe kleiner Gefäße danach in Backmodel gefüllt (wdH SD.t). Über dem Bottich, in dem der fertige Teig (wohl zur Gärung oder zum Aufgehen bzw allgemein zur Aufbewahrung) aufbewahrt wird, ist zusätzlich als Bezeichnung SD.t geschrieben.
Damit eine Verwechslung mit einer Brauerszene aufgrund der Ikonographie auszuschließen ist, wird der Arbeitsvorgang hier zusätzlich als Amr[12] – mischen, vermengen bezeichnet. Amr ist hier als Schreibung von amj mit der Bedeutung „mischen/anrühren“ verwendet. Der nächste Arbeiter, der Spiegelverkehrt zum vorhergehenden Teigkneter steht, gießt eine Flüssigkeit in einen kleinen Bottich, die Tätigkeit ist als dw Hr hs bezeichnet. Faltings übersetzt es mit „auf die Hefemasse geben“[13], weitere Bedeutungen für hsA werden in Kapitel XY diskutiert. Wenn man die zuletzt genannten Figuren zusammenzieht, dann wird entweder vor oder nach dem Mischen des Teiges eine Zutat dem Bottich hinzugegeben, Möglicherweise hsA/Hefe? Das TLA schlägt eine, als unsichere Lesung bezeichnete, Variante als dw Hr (A)H z(w),t „Das Abdecken(?) des Emmer-Teigs“ vor.[14] Die letzte Figur im unteren Register ist noch einmal beim Befüllen (wdH SD.t) der Backformen gezeigt. Im oberen Halbregister wird der Teig in den Modeln weiterverarbeitet (smn t), der Rührstock abgestrichen (sSr smnw) und abschließend das fertige Brot aus den Modeln herausgeholt (wHA – herausstülpen).[15]

Das siebte Register zeigt eine Registratur, Beamte (DADA.t) nehmen das Backwerk entgegen und Schreiber notieren die Lieferung.[16]

[1] Helck 1971, S. 26-36

[2] Nach Wreszinski 1923 – 1938, Taf. 70, eine schöne Übersicht findet sich bei {Thierry Benderitter 2011 – 2015 #284}I http://www.osirisnet.net/mastabas/ty (zuletzt geprüft am 17.02.2015)

[3] {Thierry Benderitter 2011 – 2015 #284}, LMP 49, Register 32/1

[4] TLA s.v. atx; die Schreibung jtx ist ein Charakteristikum für das Alte Reich (Lemma-Nummer 41820)

[5] Hier S. xy

[6] Wild 1966, S. 114

[7] TLA, s.v. wDA.t (Lemma-Nummer 43710)

[8] Montet 1925, S. 247, auch Helck 1971, S. 31

[9] Wild 1966, S. 103f.

[10] TLA, s.v. wDA.t (Lemma-Nummer 43710) und s.v. tjSs ( Lemma-Nummer 170060)

[11] Ein kurzer Exkurs über das „Wadschet-Problem“ findet sich in Link 2010, S. X. Durch neue Lesungen ist die dort gegebene Ausführungen in Teilen nicht mehr ganz aktuell.

[12] TLA s.v. Amj (Lemma-Nummer 136)

[13] Faltings 1998, Dok. 6 und S. 92; dw ist der Infinitiv zu wdj, setzen, legen

[14] TLA s.v. AH (Lemma-Nummer 186)

[15] die Deutung und Lesung der Beischriften ist schwierig, ich schließe mich wie auch das LMP den Erläuterungen von Faltings an, Faltings 1998, Dok. 6 und S. 92

[16] Faltings 1998, Dok. 2 und S. 256

500 Jahre deutsches Reinheitsgebot – Auf den Spuren des flüssigen Goldes

500 Jahre deutsches Reinheitsgebot – Auf den Spuren des flüssigen Goldes

Auf den Spuren des flüssigen Goldes: 500 Jahre deutsches Reinheitsgebot
2016 gibt es einen Grund zu feiern: Das deutsche Reinheitsgebot wird 500 Jahre alt. Doch warum gibt es überhaupt ein Reinheitsgebot und woher kommen die ersten Bierbrauer?

Warum dieses Gebot nötig wurde, legt ein Blick in die Vergangenheit offen: Bis dato durfte nach Belieben gebraut und gepanscht werden. Um das Bier oder den Rausch zu verstärken, landeten oft giftige Früchte wie Tollkirsche, Schlafmohn oder Bilsenkraut im Brautbottich. Um diesem wilden Treiben, das nicht selten Todesfälle nach sich zog, einen Riegel vorzuschieben, wurde 1516 vom bayerischen Herzog Wilhelm IV. das Reinheitsgebot in Ingolstadt beschlossen:„Wir wol­len auch (…) das zu kai­nem pier merer stückh dan allain gers­ten, hop­fen un was­ser genom­men un gepraucht solle werdn”. Seitdem darf Bier ausschließlich aus Wasser, Gerste und Hopfen gebraut werden. Ob das bayerische Reinheitsgebot von 1516 wirklich das erste Gesetz war, ist strittig: In Bamberg ist man überzeugt, dass bereits 27 Jahre frühe 1489 in einer „Umgeldordnung“ steht, dass im Bier „nichts mere denn Malz, Hopfen und Wasser“ enthalten sein dürfte.

Um das Geburtsland des Bieres zu finden, muss man den Blick jedoch in den Vorderen Orient und nach Ägypten werfen. Welche dieser beiden Kulturen nun die wirklichen Erfinder des Bieres sind, bleibt nach neuesten archäologischen Erkenntnissen offen –das Bier hat sich nahezu zeitgleich etwa um 3400 v.Chr. dort entwickelt, die Ägypter könnten jedoch um ein paar Jahre schneller gewesen sein.

In Altägypten konnte das Bier auf zwei Arten zubereitet werden: Entweder stellte man leicht angebackene Braubrote her, die zerbröckelt und mit Wasser übergossen wurde. Da man keine Hefe kannte, wurden wohl Früchte (Datteln, Weintrauben) oder der Bodensatz vom vorherigen Bier verwendet, um eine Gärung einzuleiten. Diese Maische wurde abschließend durch ein geflochtenes Korbsieb gepresst und das fertige Bier in kleinere Tonkrüge umgefüllt. Eine Weitere Möglichkeit war es, auf die Bierbrote zu verzichten und stattdessen einfach ein oder zwei Getreidemischungen (eine davon Malz) auf einer Reibe aufzubrechen und dies mit Wasser zu übergießen. Mit dem erfrischenden Gerstensaft von heute hat das Getränk allerdings nicht viel gemein. Da es keinen Hopfen oder Kohlensäure gab, hatte es mehr Ähnlichkeit mit einem verdünnten Getreidebrei als mit unserem Bier. Der Alkoholgehalt des ägyptischen Bieres war übrigens äußerst vielfältig: Ein fast alkoholfreies Getränk stand jedem Arbeiter als Teil seines täglichen Lohnes zu, doch auch von einem berauschenden Starkbier, das bei besonderen Festtagen getrunken wurde findet man Berichte.

Am Festtag der Katzengöttin Bastet, das den bezeichnenden Namen „Schönes Fest der Trunkenheit“ trug, sollen über hunderttausend Besucher zusammenkommen sein, um sich regelrecht über mehrere Tage hinweg zu betrinken. Der griechische Geschichtschreiber Herodot berichtet um 450 v. Chr., dass gerade angekommene Gäste sofort riefen: „Wo ist das Bier? Meine Kehle ist trocken wie Stroh”“

In altägyptischen Texten und Papyri lassen sich auch bis zu 40 verschiedene Bezeichnungen für das Bier finden – ein Sortiment, das auch heute noch jedem Getränkemarkt zu Ehre reicht. Auch im Jenseits war das Bier den Ägyptern enorm wichtig. In jedem ägyptischen Grab findet sich der Wunsch des Grabherrn niedergeschrieben, dass er jeden Tag 1000 Krüge Bier bis in alle Ewigkeit bekommen möge – also wahrlich genug Bier, um auch nach dem Tod nie wieder Durst zu leiden.

Ancient (t)ales – Auf den Spuren des Bieres

Ancient (t)ales – Auf den Spuren des Bieres

Hier entsteht demnächst eine kleine Seite zur Geschichte des Bieres –  tales about  ancient ales.
Vorrangig beschäftigt sie sich mit dem Bier aus dem alten Ägypten.

„Und wenn ich ihre Lippen küsse, dann bin ich trunken auch ohne Bier.“

Mit diesem Zitat aus einem altägyptischen Liebeslied wird bereits eine Eigenschaft des Bieres deutlich, es kann einen Rausch herbeiführen, der im angenehmsten Fall einem Kuss der Liebsten gleichkommt.

„Übernimm dich nicht beim Biertrinken! Unerfreulich ist die Rede, die aus deinem Mund gekommen ist, ohne dass dir bewusst bist, sie gesagt zu haben. Du bist gefallen, deine Glieder sind gebrochen, kein anderer gibt dir die Hand. Deine Zechkumpanen stehen da und sagen: „Fort von diesem Säufer!“

In diesem Zitat wird die Kehrseite des übermäßigen Alkoholkonsums deutlich, die nun keinen positiven Rausch zur Folge hat, sondern genau ins Gegenteil umschlägt.
Was haben diese beiden Textstellen gemeinsam? Beide Sprechen vom Bier, das eine berauschende Wirkung hat. Doch neben der Eigenschaft, Bier als alkoholisches Getränk zu sehen, gibt es noch einige offene Fragen, z.B. nach den Sorten, zu welchen Gelegenheiten man es neben einem Kneipenbesuch noch konsumierte und vieles mehr. Bevor sich solchen Fragen nach dem Gebrauch und dem Stellenwert des Bieres in der altägyptischen Gesellschaft gewidmet werden kann, müssen einige grundlegende Informationen über das Bier eingeholt werden: Was ist Bier, woraus und wie wurde es hergestellt?

Da das ganze Projekt hier in meiner Freizeit entsteht, werde ich immer wieder in unregelmässigen Abständen „Fundstücke“ posten oder kleinere Artikel verfassen.Die ersten Beiträge und Funstücke rund um das Thema Bier und Brauen in Ägypten werden hoffentlich schon bald veröffentlicht.

Bis bald,
eure Menqt

(P.S. Was es mit dem Namen auf sich hat, findet sich schon nächste Woche auf dieser Seite)